Lohndeflation in Deutschland
Seit der Einführung des Euro erhalten Arbeitnehmer ein immer kleineres Entgeld. Ab diesem Zeitpunkt hat die Lohndeflation in Deutschland eingesetzt. Unter dem Druck der Weltwirtschaftskriese hat sich der Konkurenzdruck verstärkt.
Die meisten von uns fürchten die Inflation. Dabei hat sich ihre Schwester, die Deflation, schon lange in Deutschland eingenistet, während die Inflation nur kurz zu Besuch war. Diese Tendenz hat sich seit der Einführung des Euro abgezeichnet.
Jetzt werden sich manche fragen, wie ich darauf komme. Nun, bei der Einführung des Euro wurden zunächst die Preise und das Entgelt halbiert. Die Preise haben sich, in den ersten Jahren, nach der Einführung, mehr als verdoppelt. Was früher 1 DM gekostet hat, kostete bald darauf 1 Euro.
Um die Bürger nicht zu beunruhigen, hat die damalige Politik, das Märchen von "Drei-Prozent-Inflation" verbreitet. Dabei lag die reale Inflation bei hundert Prozent! Genau durch diese Entwicklung kam es schon bald zu Lohndeflation. Da das Entgelt in den letzten Jahren nur unerheblich angehoben wurde. Und diese mageren Anhebungen konnten nicht die anfängliche Euro-Inflation ausgleichen!
Diese negative Tendenz zusammen mit dem lobbyistische Verhalten der Politik musste irgendwann Folgen zeigen. Da die Lohndeflation an sich, kann eine Deflationsspirale auslösen. Wieso? Das Einkommen der Bevölkerung hat unmittelbaren Einfluss auf die Kaufkraft der Bürger und somit den Wirtschaftswachstum. Dabei handelt die Politik kurzsichtig und setzt aufs falsche Pferd. Indem sie weiterhin eine Lohndeflation zulässt, schadet sie nicht nur den Bürgern, der Wirtschaft sonder auch dem Staat. Da die Steuereinnahmen des Staates gleich auf mehreren Ebenen von diesem Verhalten negativ beeinflusst werden.
Dennoch steuern wir, dank der aktuellen Politik, den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und dem Euro-Rettungsschirm, nach Meinung der Experten in eine lang anhaltende Deflation. Als Folge dessen können wir uns dann auf die Fiskalkrise freuen. Das bedeutet: "Die Staatsverschuldung wächst auf ein nicht mehr tragbares Maß und der Staat hat Mühe seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Gründe sind wie zurzeit in Griechenland ein extrem hohes Staatsdefizit und steigende Risikozuschläge auf die vom Staat zu bezahlenden Zinsen. In der Folge kommen Ängste über den Staatsbankrott auf. Um die Fiskalkrise zu beenden, senkt der Staat unter gleichzeitiger Zurückführung seiner Leistungen die Staatsausgaben und erhöht die Steuern. Auch Sondersteuern wie zum Beispiel eine einmalig hohe Vermögensabgabe sind denkbar." Zitat-Quelle: Alltrust Vermögensmanagement.
So eine Fiskalkriese hat auch starke Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Bürger. In diesem Zusammenhang muss man die Weltwirtschaftskrise von 1930 sehen und die Enteignung der Juden im Dritten Reich. Auch damals herrschte Deflation in Deutschland. Die allgemeine Stimmung im Land, hat damals wie heute, einen fruchtbaren Boden für Rechtsextremismus geboten.
Aus diesem Grund wäre es gut, wenn die Menschen, die in sozialen Brennpunkten leben, zum Beispiel: Dortmunder Nordstadt, sich besonders um Integration bemühen würden. Damit im Ernstfall sie nicht die Leidtragenden werden. Die anderen Mitbürger, dürfen die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz nicht aus den Augen verlieren, damit wir den großen Fehler der Vergangenheit nicht erneut wiederholen, wie unsere Politik es augenblicklich tut.
Dabei müssen wir den Weg der Lohndeflation nicht gehen. Es gibt einen besseren Weg aus der Krise. Den zeigt uns Polen, indem Sie die Binnennachfrage gestärkt haben. Auf diese Weise fördern sie kontinuierlich ihr Wirtschaftswachstum. Mit anderen Worten, sie gehen den Weg, den Deutschland in den 60er Jahren gegangen ist! Ihre Wirtschaft floriert und die Menschen blicken optimistisch in die Zukunft.

