ÖPNV - ein ständiger Ärgernis
Egal ob es um den Winterdienst geht oder um den Umbau des Dortmunder Hbf geht, ÖPNV ist und bleibt ein Streitthema.
Noch ist das Wetter gut, aber die Frage nach dem Winterdienst erhitzt bereits jetzt die Gemüter der Ratsmitglieder. Die SPD möchte die Eigentümer von der Pflicht befreien, die Haltestellen frei zu schippen. Während das Tiefbauamt noch weitere Pflichten den Bürgern auf Auge drücken möchte. So sollten die Bürger die Zebrastreifen und Zuwege zu den Fußgängerampeln von Schnee säubern. Schließlich lässt sich so Geld sparen. Dennoch empfindet die SPD diesen Zustand als unzumutbar. Die Begründung ist: diese zusätzliche Last ist nicht gleichmäßig verteilt. Denn die DSW (Dortmunder Stadtwerke) lässt ca. 10 % ihrer Haltestellen von Firmen reinigen.
Aber nicht nur der Winterdienst ist für die Dortmunder eine Last. Ungleich mehr belastet der Zustand des Dortmunder Hbf die Bürger. Seit Jahren wird es schon diskutiert und bislang ist nur die erste Phase des Projekts umgesetzt worden. Dabei muss gerade in Dortmund etwas passieren, weil Experten bereits jetzt von Überlastung an 24 Streckenabschnitten zwischen Essen und Dortmund sowie Dortmund und Münster reden.
Allerdings gilt das gleiche für einige anderen Strecken in NRW auch. Mehr noch, falls die Bahn bis 2025 nichts unternimmt, so droht laut Experten ein Kollaps. Denn die Zahlen der Nutzer des ÖPNV und der Güterzüge werden extrem ansteigen. Deshalb sollte die Stadt kein Geld an Projekte wie die Verlegung des Busbahnhofs (ZOB) von der Süd- auf die Nordseite und den Bau des DFB-Museums verschwenden, sondern den Umbau des Hauptbahnhofs vorantreiben. Denn es ist allgemein bekannt, das die Bahn erst mit der dringenden Sanierung des Bahnhofs fortfahren wird, wenn die entsprechenden Fördergelder fließen.
von Swetlana Stern

